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Maruan Sakas und Christian Elin haben zwar für das Repertoire ihres Debüts keine klassischen Komponisten ausgewählt. Doch beide kommen, was ihre Ausbildung betrifft, aus diesem Umfeld. Bemerkenswert war aber schon immer ihre Vielseitigkeit. Im vorliegenden Duo kombinieren sie nun Klavier und Bassklarinette bzw. Sopransaxophon. Das Ergebnis auf "Some kind of blue" ist eine Art vituoser Kammerjazz, ohne Attitüden und ohne bekannte Soundschablonen. Mit fragmentarischer Skizzenhaftigkeit greifen ihre Instrumente ineinander. Es ist ein subtiles Interaktiosgeflecht, das die Spieler entwerfen, ein differenzierter Dialog, mit ausreichend Distanz und verblüffender Nähe. Es gibt Reibung und es gibt Spannung. So entstehen neben harmonischen Wegstrecken auch kantige Einwürfe, die der Musik Würze und Klarheit geben. Eine Entdeckung!

Jazzpodium


Schon bei “En route”, dem ersten Titel der CD, begeistert Elins flexibler Übergang von der Bassklarinette zum Sopransax. Das Thema wird von ihm unisono mit dem Pianisten vorgestellt und besticht mit Improvisationen, in denen die Vorfreude auf eine Reise spürbar wird. “Un pas jusqu’au seuil”, zunächst von beiden Künstlern solo mit einem festlich klingenden Beitrag eingeleitet, bis sie gemeinsam das balladeske Thema intonieren, ist ein weiteres Glanzlicht in der Kunst des Duospiels. Der melodische Reichtum, den die beiden Musiker in ihren Improvisationen kreieren, klingt niemals kalkuliert, sondern geschieht so natürlich wie das Atmen. Mit den zarten Klangbildern von “The Scent of Light” lassen Christian Elin und Maruan Sakas ihre traumhafte “Some Kind of Blues”-Einspielung ausklingen.

Fono Forum


Diese eigentlich riskante Verflechtung unterschiedlichster Stile und Kompositionstechniken gelang, und dies vor allem durch die strukturelle Qualität der Kompositionen, durch ein erstklassig aufeinander ein­gespieltes Duo, das in frappierend stimmiger Interaktion virtuos agierte, persönlich moderierte und künstlerisch faszinierte.

Neue Musikzeitung


Die Konversationen dieses Duos sind universell, und ihre Argumente öffnen musikalische Spektren, die alle Ebenen zwischen emotionaler Intensität und kompositorischer Rationalität in improvisatorischer Eloquenz ausloten. Das ist nicht immer Jazz, sondern auch Klassik und Pop, aber es ist immer durchdacht. In ihrer Stilsicherheit sind Elin und Sakas ebenbürtig.

hifi & records


Die Instrumentalstimmen fanden eine berührende und gleichzeitig herausfordernde Sprache. Es war wie das empfindsame Werben um die andere Person. Differenzierte Balladen, die wie improvisierte Kammermusik den Raum erfüllten. Aber es gab auch groovende Momente, die der Musik Flügel verlieh, sodass sie intensiv zu strahlen begann. Natürlich steht die Klassik Pate, lassen sich Verweise zu Chopin und Strawinsky ausmachen. Es war die Magie berührender Stimmungen und die Seele öffnender Klanglandschaften.

Landsberger Tagblatt


Wegträumen und Zuhören, Schön- und Klugheit.

WESTZEIT